Narzissmus und Echoismus sind ein wichtiges Thema; Intervies

Kristina Venus

Narzissmus, Echoismus

Narzissmus, Eochismus  sind psychische Gewalt und diese ist unsichtbar. Keine blauen Flecken. Keine Blutergüsse. Keine Spuren sexueller Gewalt. Alles läuft mitunter sehr zerstörerisch subtil ab.

 

Eine Mutter umarmt liebevollst ihr Kind in aller Öffentlichkeit. Man ist gerührt von diesem Hochglanzpostkartenbild: Eine schöne Frau, ein schönes Kind. Alles zu schön, um wahr zu sein.

 

Niemand hört, was die Mutter dem Kind während der Umarmung ins Ohr flüstert. Das Kind kennt es nicht anders. Mit drohender Stimme raunt ihm die Mutter seine Unfähigkeit zu und dass sie besser hätte verhüten sollen. „Benimm dich, sonst steck ich dich ins Heim.“ Damit löst die Mutter die Umarmung und krönt ihre Bemerkung mit einem Kuss auf die Wange des Kindes.

Maligner Narzissmus

Maligner Narzissmus bedeutet absichtsvoll boshaft. Dabei handelt der narzisstische Mensch aus eigener Not heraus, was die Sache grundsätzlich nicht besser macht. Und eigentlich auch nur schwer verständlich ist und uneigentlich keine Entschuldigung für psychische Grausamkeit sein darf.

Krankhafte Nazist:innen

Krankhafte Narzisst:innen kämpfen um Anerkennung und Liebe, um Wertschätzung und einen Platz am Thron in sicherem Abstand zum Rest der Welt.

 

Narzisst:innen heben sich über die Gefühle anderer Menschen, weil ihnen ihre eigene Gefühlswelt verschlossen ist und sie sich selbst weitestgehend fremd sind.

 

Sie können sich selbst nicht reflektieren und sehen sich nur fratzenhaft in der Spiegelung ihres Gegenübers, das sie bekämpfen müssen wie ihre Angst, nicht geliebt zu werden. Ohne je erfahren zu haben, um ihrer selbst willen je geliebt zu sein.

Eine Not, die zum Suizid führen kann

Wie auf einer Kinderwippe kippeln die beiden Seiten Reibung und Anerkennung um Balance.

 

Es bedeutet einen unfassbaren Stress für narzisstische Menschen, nie die Kontrolle zu verlieren – immer die emotionale Oberhand zu haben.

 

Es MUSS ihnen besser gehen als anderen Menschen, sonst würde das ihre innere Not bestätigen. Eine Not, die dermaßen groß ist, dass sie zum Suizid führen kann.

Unterschied Echoist:in und Narzisst:in

Echoist:innen sind meist sehr aufopfernd. Oft haben diese Menschen ein Helfersyndrom, mit dem sie im Außen Harmonie für ihr eigenes Innen suchen.

 

Anders als Narzisst:innen wollen sie fast zwanghaft, dass es dem Partner, den Eltern, dem Chef oder der Chefin, dem Freund und der Freundin super geht. Sie wollen, dass alle glücklich sind, denn nur dann meinen sie, ginge es ihnen auch gut.

 

Echoist:innen geben sich und ihre Bedürfnisse für andere solange auf bis sie sich im toxischen Gegenüber komplett verloren haben. Natürlich bleibt auch das nicht ohne Frust, irgendwann.

Narzisst:in und Echoist:in zusammen

Zusammen ergeben Narzisst:innen und Echoist:innen eine hochgradig toxische Beziehung – sei es beruflich oder privat. Zwei Seiten derselben Medaille des Selbsthasses.

 

Wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben. Wirkliche Liebe besteht aus einem selbstlosen bewussten Akt des Gebens.

 

Emotional gesunde Menschen lieben nicht, um etwas zu bekommen. Sie lieben, weil sie mit sich selbst im Reinen sind und sich selbst lieben. Schon C. G. Jung sprach im Zusammenhang mit Narzissmus von Selbsthass.

Kinder aus Narzisst:in- und Echoist:in-Beziehungen

Kinder aus solchen Beziehungen werden durch dieses toxische Wechselspiel geprägt.

 

Kinder lernen ihr soziales Verhalten durch das Vorleben ihrer Bezugspersonen. Oft sind das Vater und Mutter.

 

Wenn der eine Elternteil krankhaft narzisstisch ist und damit erfolgreich ist, wird sich das Kind mitunter daran orientieren und später auch manipulativ und bösartig werden.

Hochsensible Kinder

Ist das Kind auch hochsensibel, kann es sein, dass es parentifiziert und früh in die Rolle des Beschützers:in für den emotional gebrochenen Elternteil schlüpft.

 

So oder so bekommen diese Kinder sehr früh ein destabiles Vertrauen mit auf ihren Lebensweg. Entweder missbraucht man oder man wird missbraucht oder aber man lässt sich erst gar nie auf Beziehungen ein. Auch nicht zu sich selbst, seinem eigenen Körper, seinen eigenen Gefühlen.

 

Nicht selten rutschen diese Kinder schon sehr früh in die Drogenszene ab oder tun sich selbst Gewalt an, um sich irgendwie zu spüren.

 

Leider wird dieses Dilemma, das wie eine Lawine über unsere Gesellschaft rollt, in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch nicht in seiner ganzen erdrückenden Schwere wahrgenommen.

Hier kannst du dir das Interview mit Regina Schrott anschauen:

Kontakt zu Regina Schrott

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